Marktentwicklung Brasiliens
Die achtgrößte Wirtschaftsmacht überraschte 2010 mit weit über den ursprünglichen Prognosen liegenden Wirtschaftsleistungen. Das Land konnte ein BIP-Wachstum von 7,6% verzeichnen. Die laufenden Prognosen für 2011 sagen bis zum Jahresende ein Plus um die 4% voraus.
Der stabile Aufwärtstrend der letzten zwei Jahrzehnte wird sich in der kommenden Dekade fortsetzen. Schlüsselfaktor für den anhaltenden Aufschwung ist die anziehende Binnennachfrage. Davon profitieren auch deutsche Exporteure: Sie konnten im ersten Halbjahr 2010 die Ausfuhren nach Brasilien um 61,3% gegenüber dem Vorjahr steigern.
Die Baubranche ist im Jahr 2010 um 11% gewachsen, für 2011 wird eine Wachstumsrate von 6,1% prognostiziert. Insbesondere im Wohnungsbau werden steigende Bauvolumina erwartet. Bis 2014 sollen eine Million staatlich geförderte Sozialwohnungen errichtet werden. Ebenso begünstigt die positive Wirtschaftslage eine steigende Nachfrage nach Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen.
Fußball-WM 2014 und Olympischen Spiele 2016
Weitere positive Einflüsse auf die Baubranche gehen von den anstehenden Sportgroßveranstaltungen der Fußball-WM 2014 und der Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro aus. Besonders innerhalb des Hotelsektors werden massive Investitionen getätigt. Die brasilianische Entwicklungsbank BNDES bietet spezielle Kreditkonditionen für Hotelprojekte, die den Kriterien der Energieeffizienz und des nachhaltigen Bauens entsprechen.
Politisch zeichnet sich Brasilien seit 20 Jahren durch stabile demokratische Verhältnisse aus. Zudem entsteht gegenwärtig ein gesellschaftspolitisches Bewusstsein für ökologische Nachhaltigkeit. Dies spiegelte sich in den Ergebnissen der Präsidentschaftswahl von 2010 wieder: Die Grünen-Kandidatin Marina Silva konnte fast 20% der Wähler für sich gewinnen.
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